Die Perserkatze – langhaarig und plüschig

Wenn jedes Jahr am 8. August zum Weltkatzentag gebeten wird, geht es international nicht nur darum, auf Katzen aufmerksam zu machen. Auch soll dieser Tag das Bewusstsein für den Tierschutz und die Qualzucht schärfen. Diese Themen betreffen auch die langhaarige Perserkatze, denn ihr wurde in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts einiges durch Massenzucht angetan. Gesundheitliche Probleme dieser Rasse waren die Folge, auf die verantwortungsbewusste Züchterinnen und Züchter weltweit reagierten. Sie sorgen auch heute für gesunde Perserkatzen.

Herkunft nicht endgültig klar

Über die Herkunft der Perserkatze herrscht nach wie vor keine endgültige Klarheit. Aufgrund ihres dichten Fells und der langen Haare wurde sie zuerst als Rasse angenommen, die bereits in der Mitte des 17. Jahrhunderts von Kleinasien nach Frankreich gebracht worden war. Man attestierte ihr damals einen nahöstlichen Ursprung. Auch wird vermutet, dass die Perserkatze einer Kreuzung aus nordischer Langhaarkatze, die in den Iran gebracht wurde, und Türkisch Angora entstammt. Jedoch weist die neueste Genforschung daraufhin, dass kein tatsächlicher verwandtschaftlicher Bezug der Perserkatzen zu asiatischen Linien der Angorakatze festzustellen ist. Vielmehr wurde wissenschaftlich die genetische Übereinstimmung mit der russischen langhaarigen Hauskatze festgestellt. Eine wissenschaftliche Studie der University of Missouri, Veterinärmedizin und Chirurgie, ging noch weiter. Sie argumentierte in ihrem Forschungsbericht, dass es sich bei der Perserkatze um eine Zufalls-Züchtung aus Exemplaren der russischen Hauskatze handelt.

Von der Angora- zur Perserkatze

Es ist historisch belegt, dass die ersten Zuchtbemühungen um die Perserkatze in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England unternommen wurden. Die Perserkatze wurde in dieser Zeit wegen ihres Langhaars und plüschigen Aussehens Angorakatze genannt. Dies änderte sich, als der ‚Governing Council of the Cat Fancy’, GCCF, und die ‚World Cat Federation’, WCF, zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet wurden. Die damaligen Zuchtstandards legten fest, den Begriff ‚Angora’ durch den Begriff ‚Perser’ zu ersetzen.

Die Perserkatze gilt heute gemeinhin als Klassiker unter den Langhaarkatzen.